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Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 01.06.2017, Az. VG 5 K 219.16

Eine 154 cm-große 20-jährige Frau bewarb sich für den gehobenen Dienst der Kriminalpolizei. Der Berliner Polizeipräsident lehnte sie jedoch ab, mit der Begründung, dass sie die für die Laufbahn vorgeschriebene Mindestgröße von 160 cm unterschreite. Die abgelehnte Bewerberin erhob Klage und verlor. Die Vorgaben an die Mindestkörpergröße von Bewerbern für den gehobenen Polizeivollzugsdienst in Berlin sind nicht zu beanstanden, entschied das Gericht. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass Polizistinnen unter 160 cm als unterlegen wahrgenommen werden und sich bei körperlichen Auseinandersetzungen nicht durchsetzen könnten. Zudem seien sie nicht in der Lage unmittelbaren Zwang anzuwenden und sind damit bevorzugtes Ziel von Widerstandshandlungen.